Gras rauchen macht nicht unbedingt dicker – Fakten zum Kiffen.

By |2024-05-14T00:08:57+00:0014. Mai 2024|Kommentare deaktiviert für Gras rauchen macht nicht unbedingt dicker – Fakten zum Kiffen.

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Inhaltsverzeichnis

Die Frage, ob Kiffen stets zu Heißhunger und damit zu Gewichtszunahme führt, steht im Zentrum. Die Folgen des Marihuanagebrauchs möchten wir genauer beleuchten. Seit dem 1. April ist das psychoaktive Cannabis in Deutschland legal für den Erwerb und Verbrauch durch Erwachsene. Doch was heißt das für unseren Stoffwechsel und das Körpergewicht?

Die Legalisierung dient dem Kampf gegen den Schwarzmarkt und verbessert den Schutz von Minderjährigen. Erwachsene können drei Pflanzen anbauen und bis zu 50 Gramm besitzen. In der Öffentlichkeit sind 25 Gramm erlaubt. Über die Hälfte der Jungen von 18 bis 25 Jahren hat bereits Erfahrungen mit Cannabis. Auffällig ist, dass nur rund 0,5% von 18- bis 64-Jährigen abhängig sind; die psychische Abhängigkeit überwiegt.

Wichtige Erkenntnisse:

  • Cannabis führt nicht immer zu mehr Gewicht
  • Kurzfristig kann es zu starkem Hunger kommen, besonders bei dünnen Menschen
  • Cannabisnutzer haben in Untersuchungen oft einen niedrigeren BMI als Nichtraucher
  • Appetitregulation und Körpergewicht werden durch Cannabinoid-Rezeptoren beeinflusst
  • Große Mengen können mehr Kalorienaufnahme verursachen, kleine kaum

Gras rauchen und dick werden – ein Mythos?

Es kursiert die Überzeugung, der Konsum von Cannabis führe zu Gewichtszunahme. Das Kiffen wird mit Heißhunger und unkontrollierten Essattaken in Verbindung gebracht. Doch was besagen die tatsächlichen Fakten? Eine tiefergehende Analyse liefert Klarheit.

Warum Kiffen nicht zwangsläufig zu Gewichtszunahme führt

Es ist nicht zwingend so, dass Cannabiskonsum das Gewicht erhöht. Eine Studie von 2015 fand keine direkte Verbindung zwischen dem Rauchen von Marihuana und Fettleibigkeit. Bei Männer könnte jedoch der Einfluss des Zigarettenrauchens diese Verbindung verzerren.

Weitere Untersuchungen zeigen, dass Übergewicht und Fettleibigkeit bei Jugendlichen mit riskantem Verhalten einhergehen. Jedoch ist der Cannabiskonsum nicht alleiniger Auslöser. Eine Studie von 2013 beleuchtete den Substanzgebrauch in der Jugend und fand interessante Korrelationen hin zur Adipositas im Erwachsenenalter.

Mögliche Ursachen für “Fressattacken” beim Konsum

Wohl kann Marihuana nicht per se Dickmacher sein, es erhöht jedoch den Appetit. Man spricht von möglichen “Fressattacken” unter dem Einfluss von Cannabis. Dafür gibt es unterschiedliche Erklärungsansätze:

  • THC, der bioaktive Stoff in Cannabis, steigert das Hungergefühl.
  • Der Genuss von Cannabis kann im Gehirn die Dopaminausschüttung erhöhen. Das hat zur Folge, dass Essen als belohnender empfunden wird.
  • Einige Personen tendieren dazu, unter dem Einfluss von Cannabis impulsiver und unkontrolliert zu essen.

Jedoch gilt es zu betonen, dass Reaktionen auf Cannabis individuell verschieden ausfallen. Nicht jeder, der kifft, erlebt Heißhunger oder entwickelt Essstörungen. Auch die Wechselwirkungen mit persönlichen Essgewohnheiten, Lebensstil und genetischer Prädisposition sind von Bedeutung.

Studie Jahr Ergebnisse
Marijuana Use and Obesity 2015 Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und Adipositas bei Männern durch Zigarettenrauchen beeinflussbar
Overweight, Obesity, and Health-Risk Behaviors Among Adolescents 2010 Verbindung zwischen Jugendlichem Übergewicht, Fettleibigkeit und gesundheitlich riskantem Verhalten
Adolescent Substance Use and Obesity in Young Adulthood 2013 Studie zum Zusammenhang von Substanzgebrauch im Jugendalter und Adipositas als junger Erwachsener

Zusammenfassend ist die Thematik um Cannabiskonsum und Gewichtszunahme hochkomplex. Zwar kann der Konsum ein gesteigertes Hungergefühl bewirken, dies garantiert aber nicht, dass man zunimmt. Individuelle Lebensumstände und Faktoren spielen hierbei eine bedeutende Rolle. Dies verdeutlicht die Komplexität des Themas.

Wirkungsdauer von Cannabis

Die Wirkung von Cannabis dauert je nach Person unterschiedlich lang. Dies hängt von mehreren Faktoren ab. Der Gehalt an THC und die Art des Konsums spielen eine große Rolle. Ebenso wichtig sind der eigene Gesundheitszustand und die Tagesform. Diese Elemente bestimmen gemeinsam, wie stark und wie lange die Wirkung bleibt.

Einflussfaktoren auf die Wirkungsdauer

Der Effekt von Cannabis wird durch viele Variablen geformt. THC-Gehalt, aktuelle Befindlichkeit und körperliche Verfassung sind entscheidend. Ein hoher THC-Wert führt zu einem stärkeren und länger anhaltenden Rausch. Gleichzeitig beschleunigt Fitness den Abbau des THC im Körper. Die Art des Konsums, ob durch Rauchen oder Essen, wirkt sich ebenso aus.

Unterschiede zwischen inhalativer und oraler Aufnahme

Die Art des Konsums beeinflusst die Wirkungsdauer stark. Inhalatives Rauchen bringt schnell Effekte, die in 2-3 Stunden abklingen. Oral genossenes Cannabis wirkt langsamer. Der Rausch erreicht erst nach 2-3 Stunden seinen Höhepunkt. Dann kann er bis zu 6 Stunden anhalten.

Konsumform Wirkungseintritt Wirkungsmaximum Wirkungsdauer
Inhalativ Sekunden bis Minuten Nach 20-30 Minuten 2-3 Stunden
Oral 30 Minuten bis 1,5 Stunden Nach 2-3 Stunden 6 Stunden oder länger

Beim Inhalieren nimmt der Körper 10 bis 35 % des THC auf. Oral sind es nur 4 bis 12 %. Allerdings dauert die Wirkung durch diesen Weg viel länger an und kann bis zu 12 Stunden anhalten. Daher ist das Risiko einer Überdosierung durch Essen höher.

Fazit

Das häufige Argument, dass Gras den Appetit steigert und somit zu mehr Essen führt, ist nicht falsch. Es kommt aber auf den Einzelnen an. Nicht zu leugnen sind jedoch die Gefahren, die der regelmäßige Gebrauch birgt. Besonders die geistige Gesundheit und die kognitiven Fähigkeiten stehen auf dem Spiel. Ein hohes Maß an THC macht die Sache nicht besser.

Die Langwirkung von THC ist von vielen Dingen abhängig: wie es eingenommen wird, die Menge und die Person selbst. Beim Einatmen wirkt es sehr schnell und lässt auch schnell nach, anders als beim Essen. Es wurde festgestellt, dass beim Verdampfen mehr THC im Körper ist als beim Rauchen. Wesentlich weniger THC ist verfügbar, wenn man es isst, im Gegensatz zum Einatmen.

Es ist wichtig, die langfristigen Effekte von Marihuana zu kennen. Obwohl nicht alle süchtig werden oder Gewicht zunehmen, sind Risiken vorhanden. THC bleibt aufgrund seiner Eigenschaften im Fettgewebe lang nachweisbar. Gesundheitsprobleme wie psychische Erkrankungen, Probleme mit dem Herzen und Kreislauf sowie das Risiko einer Psychose sind ernst zu nehmen.

Fragen und Antworten

Wie lange hält die Wirkung von Cannabis an?2024-05-14T00:02:26+00:00

Die Wirkung von Cannabis ist abhängig von der Konsumform, Menge und individuellen Faktoren.

Beim Inhalieren erfolgt ein schnellerer Wirkungseintritt im Vergleich zur oralen Aufnahme, jedoch klingt die Wirkung auch schneller wieder ab.

Die Inhalation führt zu einer Wirkung nach wenigen Sekunden oder Minuten, erreicht ihr Maximum in 20-30 Minuten und endet nach 2-3 Stunden.

Bei oraler Einnahme verzögert sich der Wirkungseintritt auf 30 Minuten bis 1,5 Stunden. Sie erreicht ebenfalls in 2-3 Stunden ein Maximum und lässt dann langsam über mehrere Stunden nach.

Welche Risiken birgt regelmäßiger und starker Cannabiskonsum?2024-05-14T00:01:02+00:00

Ein regelmäßiger und starker Cannabiskonsum kann erhebliche gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Dies betrifft vor allem kognitive Fähigkeiten und psychische Gesundheit. Ein hoher THC-Gehalt im Cannabis stellt dabei eine besondere Gefahr dar.

Manche Personen erleben Beeinträchtigungen in Lernfähigkeit, Erinnerungsvermögen, Aufmerksamkeit, sowie im Problemlösen und Denken.

Führt Kiffen immer zu einer Gewichtszunahme?2024-05-14T00:00:17+00:00

Nein, die Vorstellung, dass Cannabiskonsum automatisch zu Gewichtszunahme führt, ist nicht immer korrekt. Während Heißhungergefühle und ein gesteigerter Appetit durchaus auftreten können, hängt dieses Phänomen stark von individuellen Gegebenheiten ab.

Quellenverweise

About the Author:

Dr. Greenthumb ist ein anerkannter Experte im Bereich der Cannabisforschung mit einem tiefgehenden Verständnis für die therapeutischen Eigenschaften von Cannabinoiden wie CBD. Dr. Greenthumb erweitert seine Kenntnisse kontinuierlich durch die Teilnahme an Fachkonferenzen, Workshops und Symposien weltweit.

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