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Cannabis, eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit, wird aufgrund seiner vielfältigen Anwendungen geschätzt – von traditioneller Fasergewinnung bis hin zu modernen medizinischen Vorteilen. Bei mehr als 36.000 Sorten ist es entscheidend, die spezifischen Wirkungen und Anwendungen der verschiedenen Cannabis-Sorten zu verstehen. Dieser Artikel beleuchtet die beliebtesten Cannabis-Sorten, ihre einzigartigen Wirkungen und wie sie unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden. Von medizinischen Anwendungen bis hin zum Freizeitkonsum entdecken Sie die Welt der Cannabis-Sorten, um die passende Wahl für Ihre Anforderungen zu finden.

Top Cannabis-Sorten erklärt:

  • Indica, Sativa und Hybrid-Sorten: Lernen Sie die Unterschiede in Wachstum, Wirkung und Eignung für verschiedene Anwendungen kennen.
  • Medizinische Vorteile: Wie Sorten wie Indica und Sativa therapeutische Zwecke, insbesondere bei der Schmerzbehandlung und Stimmungsregulierung, erfüllen.
  • Umfassende Liste der Sorten: Ein detaillierter Leitfaden zu den weltweit bekanntesten Cannabis-Sorten und ihren einzigartigen Eigenschaften.

Ob Sie neugierig auf die legendären Wirkungen von Sorten wie OG Kush und Blue Dream sind oder die richtige Sorte für medizinische oder Freizeitnutzung suchen – dieser Leitfaden bietet Ihnen einen klaren und autoritativen Überblick.

Wie viele Cannabis-Sorten gibt es?

 

Die genaue Zahl der Cannabis-Sorten ist schwer zu bestimmen, da ständig neue gezüchtet werden. Experten schätzen, dass es mindestens 779 anerkannte Cannabis-Sorten gibt, die gut etabliert und weltweit verfügbar sind. Große Datenbanken wie Seedfinder listen jedoch über 36.000 einzigartige Cannabis-Sorten auf, was die enorme Vielfalt und die dynamische Entwicklung in diesem Bereich unterstreicht.

Diese Vielfalt entsteht durch kontinuierliche Züchtungsbemühungen, bei denen Züchter ständig neue Kreuzungen vornehmen, um spezifische Eigenschaften wie Aroma, Wirkung oder Anbaueigenschaften zu optimieren. Die meisten heute verfügbaren Cannabis-Sorten sind Hybriden, die aus Kreuzungen von Indica- und Sativa-Sorten entstanden sind. Die Unterscheidung zwischen Sativa und Indica sagt oft mehr über die physikalische Erscheinung als über die tatsächlichen psychoaktiven Effekte aus.

Durch die Hybridisierung und das Fehlen eines standardisierten Protokolls zur Registrierung neuer Sorten ist die tatsächliche Anzahl der Cannabis-Sorten dynamisch und schwer präzise zu erfassen. Neue Sorten können populär werden und anerkannt sein, oder sie verschwinden schnell wieder, wenn sie sich am Markt nicht durchsetzen.

Quellen: Green Rush Daily, The Bluntness,

Welche Cannabis-Sorten gibt es?

Weltweit werden im Grunde drei Cannabis-Sorten bzw. Cannabis-Arten unterschieden: Cannabis Indica, Cannabis Sativa und Cannabis Ruderalis. Letztere gilt mittlerweile jedoch nicht mehr als eigene Cannabis-Art, sondern wird meist der Sativa Art untergeordnet. Haze ist ebenfalls keine eigene Art, sondern zählt auch zum Cannabis Sativa.

Die Anbauzeiten für Cannabis-Sorten

Die Anbauzeiten für Cannabis-Sorten variieren je nach Typ der Pflanze.

  • Cannabis Indica ist schneller und braucht nur ungefähr 60 Tage.
  • Indica/Sativa Hybride haben eine Anbauzeit von etwa 63 Tagen.
  • Cannabis Ruderalis, bekannt für seine Autoflowering-Eigenschaften, benötigt rund 69 Tage.
  • Cannabis Sativa benötigt etwa 89 Tage, um vollständig zu wachsen.
Indica 60 Tage
Indica/Sativa 63 Tage
Ruderalis 69 Tage
Sativa 89 Tage

Datenanalyse der Cannabis-Sorten: Einblicke und Erkenntnisse

Verteilung der Blütezeiten

Unsere Analyse der Blütezeiten von Cannabis-Sorten zeigt eine breite Verteilung, wobei die meisten Sorten zwischen 50 und 80 Tagen benötigen, um ihre volle Blüte zu erreichen. Diese Information ist entscheidend für Züchter, die den optimalen Erntezeitpunkt planen möchten. Interessanterweise gibt es eine signifikante Anzahl von Sorten, die eine längere Blütezeit von über 100 Tagen aufweisen, was auf spezielle Anbaubedingungen und Zuchtziele hinweisen könnte.

Anbaubedingungen: Indoor, Outdoor und Gewächshaus

Ein weiteres interessantes Ergebnis unserer Datenanalyse ist die Eignung der verschiedenen Sorten für unterschiedliche Anbaubedingungen. Die meisten Sorten sind sowohl für den Indoor- als auch für den Outdoor-Anbau geeignet, was den Züchtern Flexibilität bei der Wahl ihres Anbauortes bietet. Einige Sorten sind speziell für den Anbau im Gewächshaus gezüchtet, was auf die Notwendigkeit einer kontrollierten Umgebung hinweist, um die besten Ergebnisse zu erzielen.

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Cannabis Sativa

Cannabis Sativa gilt als der „echte“ Hanf. Die Sativa Art gedeiht vor allem in Regionen wie Thailand, Kambodscha, Jamaika oder Mexiko. Sie hat helle Blätter und große Blüten und wächst generell höher und schmaler als die Indica Pflanze. Die Blütezeit von Sativa ist länger und beträgt zwischen neun und zwölf Wochen. Sativa erzeugt ein spürbares High und einen energetischen, inspirierenden Zustand. Cannabis Sativa kann außerdem aufmerksamkeitsfördernd und fokussierend wirken. Ebenso werden Angstzustände und Stresssituationen reduziert.

Cannabis Indica

Die Indica Arten stammen aus Ostasien, Indien, Nepal, Tibet, Pakistan und Afghanistan. Sie sind dunkelgrün und etwas kürzer und kompakter als die Sativa Pflanzen. Die Indica-Blüten haben einen markanten Duft und außergewöhnlich viel Harzbesatz. Die Blütezeit von Indica beträgt nur sechs bis neun Wochen. Durch die geringe Wachstumshöhe eignet sie sich perfekt für den Innenanbau.

Indica wirkt beruhigend und entspannend und kann in höheren Dosen auch schläfrig machen. Vor allem bei chronischen Schmerzen kann Indica auch schmerzstillend wirken sowie Kopfschmerzen und Migräne reduzieren. Bei akutem Stress und Angstsymptomatik ist diese Sorte ebenfalls hilfreich.

Cannabis Ruderalis

Cannabis Ruderalis kommt ursprünglich aus dem Ural. Sie ist eine kleinwüchsige und robuste Sorte und wird teilweise als die Urform des Cannabis angesehen. Cannabis Ruderalis enthält deutlich weniger psychoaktive Substanzen als Cannabis Indica und Cannabis Sativa. Das Hauptmerkmal dieser Art ist der spezielle Blütezyklus. Die Pflanze ist nämlich selbstblühend und beginnt nach einer Reifedauer von 21-30 Tagen von alleine zu blühen, ganz unabhängig vom Lichtzyklus.

Hybride Cannabis-Sorten

Bei vielen Sorten, die heutzutage auf dem Markt sind, handelt es sich um Kreuzungen zwischen Sativas, Indicas und Ruderalis Arten, wobei oft die positiven Eigenschaften miteinander kombiniert werden. Die einzelnen Cannabis-Sorten werden also gerne gemischt und sind dann keiner bestimmten Art mehr zuzuordnen. Auf folgende Eigenschaften der Cannabispflanzen wird bei Hybridkreuzungen besonders gerne Einfluss genommen:

  • THC-Gehalt
  • Höhe und Breite
  • Schädlingsresistenz
  • automatisches Einläuten der Blütephase (Automatic Seed)
  • Ertragsmenge

Im Folgenden ein kompakter Überblick über die einzelnen Cannabis-Arten:

Eigenschaften Sativa Indica Ruderalis
Höhenwachstum hoch, über 2 Meter mittel, bis 2 Meter klein, 30-80 cm
Breitenwachstum schmal buschig kompakt
Blütezeit 9-12 Wochen 6-9 Wochen etwa 7 Wochen
Klima mediterran warm kalt
Wirkung geistiges High, vertreibt Müdigkeit, macht munter, fördert die Konzentration körperliches High, kann müde machen, erhöht den Appetit, schmerzlindernd, entspannend enthält in der Reinform kaum THC und CBD, wird häufig mit Sativas und Indicas gekreuzt.
THC-Gehalt mittel hoch gering

Die bekanntesten Cannabis-Sorten und ihre Wirkung

Die verschiedenen Cannabis-Sorten sind in ihrer Wirkung ganz unterschiedlich. Während die Sativa-Sorten Müdigkeit vertreiben und die Konzentration fördern, wirken die Indica-Sorten eher entspannend und können sogar müde machen. Auch wenn es mittlerweile eine riesige Auswahl an unterschiedlichen Marihuana-Sorten gibt, stammen diese doch von nur wenigen ursprünglichen Sorten ab. Ihren Namen erhalten sie in der Regel von ihren Züchtern, wobei sie häufig nach ihrem Herkunftsort, ihrer Farbe sowie nach ihrem Geschmack oder Geruch benannt werden.

Cannabis-Sorten Liste

Alle Weed-Sorten in einer Liste anzuführen, ist nahezu unmöglich. Zum einen, weil es so viele sind und zum anderen, weil nicht einmal alle Cannabis-Sorten bekannt sind, die derzeit auf dem Markt sind. Im Folgenden findest du einige sehr bekannte Cannabis-Sorten im Überblick:

Indica Sorten Sativa Sorten Hybrid Sorten
  • Afghan Kush
  • OG Kush
  • Critical Kush
  • Bubba Kush
  • Kosher Kush
  • Granddaddy Purple
  • L.A. Confidential
  • Ice
  • Northern Lights
  • Purple Kush
  • Chronic Blueberry
  • Sour Diesel
  • Blue Dream
  • Trainwreck
  • Cheese #1
  • Green Crack
  • Purple Haze
  • Jack Herer
  • Chocolope
  • Utopia Haze
  • Chocolate Haze
  • Super Silver
  • AK-47
  • Girl Scout Cookies (GSC)
  • NYC Diesel
  • White Widow
  • Lemon Skunk
  • Cinderella 99
  • Super Silver Haze
  • White Russian
  • Skunk Haze
  • Bubblegum

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Die Cannabis-Sorten sind in der Tabelle nach ihrer Artendominanz eingeteilt. Nur einige wenige Sorten sind zu 100 % Indicas oder Sativas, alle anderen enthalten zumindest einen kleinen Teil der jeweils anderen Cannabis Art. Bei den Hybriden gleichen sich Sativa- und Indica-Anteil oft nahezu aus.

  • 1
    White Widow
  • 2
    OG Kush
  • 3
    Girl Scout Cookies
  • 4

    Blueberry

  • 5
    Northern Lights
  • 6
    Amnesia Haze
  • 7

    Cheese

  • 8

    Sour Diesel

  • 9

    Jack Herer

  • 10
    Amnesia

Top 10 Cannabis-Sorten:

Wie wir die Daten analysiert haben

Die Analyse der Top 10 Cannabis-Sorten basiert auf einer detaillierten Auswertung mehrerer Samendatenbanken, die umfangreiche Informationen über die verschiedenen Sorten weltweit bieten. Durch die sorgfältige Aggregation und den Vergleich dieser Daten konnten wir die häufigsten und beliebtesten Sorten ermitteln. Diese Untersuchung ermöglicht es uns, Einblicke in die vorherrschenden Anbautrends zu gewinnen und unterstützt Züchter sowie Forscher dabei, die Präferenzen der Verbraucher besser zu verstehen und gezielt auf sie einzugehen.

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Medizinische Cannabis-Sorten

Die Cannabispflanze wird seit Jahrtausenden zur Behandlung von medizinischen Beschwerden eingesetzt. Dazu zählen in erster Linie Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen, Multiple Sklerose sowie Angststörungen und Depressionen. Sowohl dem Tetrahydrocannabinol (THC) also auch dem Cannabidiol (CBD) sowie vielen anderen Cannabinoiden wird eine therapeutische Wirkung zugesprochen. Daher eignen sich grundsätzlich fast alle Cannabis-Sorten zur Behandlung bestimmter medizinischer Probleme.

Ist CBD in Österreich legal?

CBD-Produkte, die zur Behandlung von Krankheiten beitragen, dürfen legal verkauft werden.

Medizinischer Cannabis in Österreich

In Österreich wird der medizinische Cannabisanbau von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) geregelt. Diese gibt die Erlaubnis zur Gewinnung von Wirkstoffen aus Cannabis für die Arzneimittelherstellung an befugte Gewerbetreibende aus der Pharmabranche ab.

Der österreichische Staat sieht allerdings nur den Wirkstoff THC als Droge an, nicht jedoch die restlichen Inhaltsstoffe der Cannabispflanze. Daher ist in Österreich nur der Anbau der Cannabispflanze mit dem Vorsatz der „Trennung der Cannabisblüte und des Cannabisharzes von Blättern und Stängeln“ zur Suchtmittelerzeugung strafbar.

Der Anbau und Verkauf von Cannabis-Samen und Stecklingen die kein oder weniger als 0,3 % THC enthalten, ist in Österreich ebenfalls erlaubt. Daher können hochwertige CBD-Produkte, die ebenso zur Behandlung vielfältiger medizinischer Beschwerden eingesetzt werden, ganz legal verkauft werden.

Cannabis-Sorten in der Apotheke

Cannabis in seiner natürlichen Form darf in Österreich nicht verschrieben werden. Ausgenommen davon sind Cannabisextrakte, die als Arzneispezialitäten zugelassen sind. Verschreibungsfähige Cannabinoidarzneien in Österreich sind magistrale Dronabinol-Zubereitungen sowie Sativex®, Nabilone®, Cesamet®, Canemes® und Marinol®.  Bei der Vielzahl an Cannabis-Sorten ist es unmöglich, den Überblick zu behalten. Im Rahmen dieses Ratgebers haben wir uns daher darauf beschränkt, dir einen kompakten Überblick über die Cannabis-Arten und die wichtigsten Sorten zu geben. Für detaillierte Informationen zu den einzelnen Cannabis-Sorten und ihrer Wirkung können diese gesondert nachgeschlagen werden.

Bildquellen: © Federico Magonio – stock.adobe.com